Magnete und ihr Material

Allgemein

AlNiCo, Hartferrite, Neodym und Samarium-Kobalt bilden die vier Hauptgruppen bei den Magneten, deren Herstellungsprozess sehr unterschiedlich und komplex sein kann. Einerseits erfordern die magnetischen Eigenschaften hohe Aufmerksamkeit und andererseits unterliegen die Toleranzen bei den Abmessungen einer strengen Kontrolle.

AlNiCo

AlNiCo-Dauermagnete werden auf Basis von AlNiCo-Legierungen u.U. unter Beigabe von Titan in isotroper bzw. anisotroper Form angeboten. Die Magnete weisen gegen- über Temperatureinflüssen ( bis 500°C ) eine große magnetische Stabilität auf und verfügen über eine hohe Remanenz. Sie gelten allgemein als korrosionsbeständig, jedoch nur bedingt gegenüber Essigsäure und auch nur wenig gegenüber anorgani- schen Säuren. Sie sind nicht giftig.
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Ferrite

Der Hartferrit ist der am häufigsten eingesetzte Magnet. Diese werden in den Varianten Bariumferrit und Strontiumferrit in isotroper bzw. anisotroper Form angeboten. Sie sind kostengünstig, gegen Chemikalien beständig und neigen wenig zur Oxydation.
Die Magnete können in vielen Formen, Abmessungen und Magnetisierungsarten geliefert werden.
Eigenschaften / tech.-Daten [32 KB]

Neodym

Neodym-Magnete sind die mit dem höchsten Energieprodukt und können bis zu 40% über den uns bisher bekannten metallischen Magneten liegen. Mit ihnen werden neue technische Lösungen möglich, die in der Miniaturisierung von Systemen liegen. Sie neigen zur Oxydation, haben aber dennoch in Verbindung mit einer geeigneten Oberflächenbeschichtung ein weites Anwendungsfeld gefunden.
Die Magnete können in vielen Formen, Abmessungen und Magnetisierungsarten geliefert werden.
Eigenschaften / tech. Daten [64 KB]

Samariumkobalt

SmCo-Magnete zählen wie die Neodym-Magnete zu denen der Seltenenerden. Sie sind als SmCo5 und als Sm2Co17 verfügbar. Sie sind weitgehend beständig gegen organischen Säuren, aber nicht beständig gegenüber anorganischen Substanzen. Diesem Nachteil kann durch eine geeignete Beschichtung abgeholfen werden.
Das Material ist sehr hart.
Die Magnete können in vielen Formen, Abmessungen und Magnetisierungsarten geliefert werden.
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Kunststoffgebundene Magnete

Kunststoffgebundene Magnete bestehen aus dem Material der Seltenen Erde Magneten und einem thermoplastischen Material wie z.B. Polyamid bzw. Synthetischem Gummi. Die Magnetteilchen sind in dem Kunststoff eingebettet was die Korrosion fast ganz verhindert, da diese nicht in die Tiefe eindringen kann. Das Verfahren der kunststoffgebundenen Magneten eignet sich besonders für große Serien bei engen Toleranzen. Die Magnete sind preiswert.

Ausführungen in Abhängigkeit von den Formen und Material.